Es vergeht kaum eine Woche ohne neue Gerüchte um Spotify-Abos – mal sind es bloße Spekulationen, mal Testballons in einzelnen Ländern. Besonders die Begriffe „Spotify Music Pro“ und „Supremium“ geistern dabei immer wieder durch die Schlagzeilen.
Die große Frage ist doch: Kommt da wirklich noch ein teureres Premium-Abo obendrauf? Und vor allem: Was bringt mir das, außer einer höheren monatlichen Rechnung?
Wichtig auf einen Blick: Worum es bei „Music Pro/Supremium“ geht
Hinter der Idee von „Spotify Music Pro“ (oder „Supremium“) verbirgt sich das Konzept eines **Premium-Plus-Abos**, über das schon lange diskutiert wird. Es wäre eine Stufe über dem heutigen Premium, die sich vor allem auf Klangqualität und Fan-Features konzentriert.
- Hauptthema: Deutlich bessere Audioqualität (meist als „HiFi“ oder „lossless“ bezeichnet).
- Möglich: Extras wie fortgeschrittene Remix-/DJ-Funktionen oder früherer Zugang zu Konzerttickets.
- Unklar: Der finale Name, der Preis, das Startdatum und ob es weltweit gleichzeitig ausgerollt wird.
Wichtig zu wissen: Spotify selbst hat den Namen „Supremium“ nie offiziell als Produkt bestätigt. In der Praxis geht es eher um **interne Pläne und Tests**, die sich bis zum Start noch ändern können.
Was ist „Spotify Supremium“ überhaupt – und warum gibt es so viele Namen?
„Supremium“ ist eigentlich nur ein Spitzname, der sich in der Community und den Medien eingebürgert hat. Gemeint ist damit schlicht ein höherwertiges Paket über dem normalen Spotify Premium. Auch „Spotify Music Pro“ wird als heiße Bezeichnung gehandelt.
Dass verschiedene Namen kursieren, ist völlig normal, solange ein Produkt nicht marktreif ist: Intern nutzen Teams Projektnamen, und nach außen dringen Wortfetzen, die später gar nicht auf der Preisliste stehen müssen.
Für dich heißt das: Lass dich nicht vom Namen verwirren. Viel spannender ist, **welche Funktionen** am Ende wirklich drinstecken.
Der Kern: Was würde sich bei der Audioqualität ändern?
Fast immer dreht es sich dabei um „HiFi“. Dahinter steckt die Erwartung, dass Spotify endlich **verlustfreie Audioqualität** anbietet. Aktuell streamt Spotify im Premium-Abo zwar sehr hochwertig, aber eben nicht lossless.
Lossless bedeutet simpel gesagt: Die Audiodaten kommen so bei dir an, wie sie das Studio verlassen haben – ohne dass beim Komprimieren Daten „wegfallen“. Für viele Musikfans wäre genau das der entscheidende Schritt nach vorn.
Hört man das wirklich?
Ehrlich gesagt: Das kommt ganz darauf an, womit und wie du hörst. Auf dem Handy-Lautsprecher oder günstigen In-Ears ist der Unterschied oft kaum wahrnehmbar.
Mit hochwertigen Over-Ear-Kopfhörern, einem ordentlichen DAC oder einer guten HiFi-Anlage sieht das anders aus: Der Klang wirkt luftiger, detailreicher, die Bässe sitzen fester. Aber klar ist auch: Lossless zaubert aus einer mittelmäßigen Aufnahme kein akustisches Wunderwerk.
Was braucht man technisch dafür?
Sollte Spotify lossless einführen, musst du auf drei Dinge achten:
- Stabile Verbindung: Lossless braucht mehr Daten pro Minute – mobil frisst das schneller dein Datenvolumen auf.
- Passende Hardware: Nicht jedes Bluetooth-Setup kann lossless wirklich abbilden, da viele Codecs das Signal erneut komprimieren.
- Genug Speicher: Wer seine Playlists offline in höchster Qualität speichert, hat den Handyspeicher schneller voll.
Das soll keine Abschreckung sein, sondern ein Realitätscheck: Für die einen ist HiFi eine tägliche Offenbarung, für die anderen ein Feature, das man im Alltag kaum bemerkt.
Warum Spotify für ein „Premium-Plus“ gute Gründe hat
Der Streaming-Markt ist erwachsen geworden. Echtes Wachstum entsteht heute weniger durch „noch mehr neue Nutzer“, sondern oft durch einen **höheren Wert pro Abo** – also durch neue Stufen, Bundles und Zusatzfunktionen.
Dazu kommt der Konkurrenzdruck. Viele Nutzer:innen vergleichen die Plattformen inzwischen sehr genau: Audioqualität, Empfehlungen, Social Features, Geräte-Integration. Ein „Music Pro“-Paket wäre für Spotify eine logische Möglichkeit, sich über genau solche Details abzuheben.
Welche Funktionen außer HiFi realistisch sind (und welche eher Wunschdenken)
Wer mehr zahlt, erwartet oft Wunderdinge. Realistischer ist jedoch, dass Spotify sich auf wenige, aber spürbare Vorteile konzentriert – Dinge, die die eigene App wirklich besser machen.
Kurz erklärt: Wahrscheinlicher sind exklusive Features, nicht exklusive Musik
Ein neues Paket würde eher **Funktionen** aufwerten (bessere Qualität, mehr Kontrolle, Perks), als einzelne Alben hinter eine Bezahlschranke zu sperren.
1) Erweiterte DJ- und Mix-Funktionen
Spotify experimentiert schon länger mit DJ-Features und smarten Übergängen. Ein Pro-Abo könnte hier noch eine Schippe drauflegen:
- saubere Übergänge und längere Crossfades
- Tools zum Remixen oder neuen Sortieren von Playlists
- mehr Kontrolle über das Tempo oder die Stimmung einer Session
Wichtig: „Remix“ heißt hier nicht, dass du Songs legal neu veröffentlichen kannst. Es geht um das **Hörerlebnis** innerhalb der App – stell es dir wie einen aufgebohrten DJ-Modus vor, bei dem du mehr Regler in der Hand hast.
2) Fan-Perks: Tickets, Presales, Merch
Ein oft genanntes Feld ist der „Mehrwert für Fans“. Spotify hat bereits Schnittstellen für Konzertdaten und Artist-Pages. Ein Pro-Abo könnte Vorteile bieten wie früheren Zugang zu Tickets oder exklusive Kontingente.
Ob das wirklich kommt, hängt allerdings stark von den Deals mit Ticketing-Partnern ab – das dürfte also regional sehr unterschiedlich ausfallen.
3) Mehr Hörbuch-/Podcast-Optionen
Da Spotify massiv in Podcasts und Hörbücher investiert, ist denkbar, dass ein höheres Abo hier zusätzliche Stunden oder bessere Konditionen bündelt.
Das bleibt aktuell noch Spekulation – und wäre für reine Musikfans auch nur dann attraktiv, wenn der Preis dafür fair bleibt.
Was „Supremium“ nicht automatisch bedeutet
Sobald neue Abo-Stufen kommen, geht oft die Sorge um: „Wird mein normales Premium jetzt schlechter?“ Oder: „Muss ich bald mehr zahlen, um überhaupt noch vernünftige Qualität zu bekommen?“
Beides wäre ein ziemlicher Vertrauensbruch. Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass Spotify ein Pro-Paket **zusätzlich** anbietet, statt das bestehende Premium künstlich zu beschneiden.
Auch wichtig: Ein neues Abo bedeutet nicht automatisch „exklusive Musik“. Wahrscheinlicher sind exklusive **Features**, nicht, dass du bestimmte Alben ohne Pro-Abo nicht mehr hören darfst.
Preisfrage: Was könnte ein „Music Pro“-Abo kosten?
Offizielle Preise gibt es bislang nicht. Aber zur Einordnung: Eine „Plus“-Stufe liegt meist einige Euro über dem Standard-Abo. Entscheidend wird sein, ob Spotify das als kleines Upgrade (nur für HiFi) oder als umfassendes Erlebnispaket positioniert.
Die Rechnung für dich ist eigentlich simpel:
- HiFi allein: Lohnt sich vor allem mit gutem Equipment und feinen Ohren.
- HiFi + Fan-Perks: Kann sich rechnen, wenn du ohnehin viel Geld für Konzerte ausgibst.
- HiFi + Creator-/DJ-Tools: Spannend, wenn du deine Playlists wirklich pflegst und mixt.
Je klarer der Nutzen, desto eher ist ein Aufpreis okay. Wenn die Vorteile schwammig bleiben, wirkt es schnell wie eine versteckte Preiserhöhung.
Wann könnte es starten – und warum testet Spotify oft still?
Spotify rollt neue Features gern schrittweise aus. Die Gründe sind vielfältig: weltweit unterschiedliche Lizenzen, technische Hürden und Tests, die zeigen sollen, ob wir überhaupt bereit sind, dafür zu bezahlen.
Deshalb sind manche Länder oft früher dran, und selbst dort sieht nicht jeder Nutzer das Angebot sofort. Mal laufen A/B-Tests, mal gibt es Wartelisten, mal nur begrenzte Pilotphasen.
Wer offizielle Signale sucht, wird meist in der Fachpresse fündig. Einen guten Überblick zu den ständigen Diskussionen rund um das Pro-Abo liefert etwa die Einordnung bei The Verge.
Was bedeutet das für deinen Alltag mit Spotify?
Statt dich zu fragen „Wann kommt es endlich?“, frag dich lieber: **Würde ich es überhaupt nutzen?** Selbst wenn ein Pro-Abo startet, zwingt dich niemand zum Upgrade. Ein kurzer Selbstcheck hilft.
Mini-Checkliste: Würde sich ein Upgrade für mich lohnen?
- Ich höre bewusst: Musik läuft bei mir nicht nur als Hintergrundrauschen.
- Mein Setup kann mehr: Ich habe Kopfhörer oder eine Anlage, die Unterschiede auch abbilden.
- Offline passt in meinen Alltag: Ich habe eine WLAN-Routine und genug Speicherplatz.
- Konzerte sind relevant: Ticket-Vorteile wären für mich kein bloßes Gimmick.
- Ich gestalte Sessions: Ich kuratiere Playlists, mixe oder höre lange am Stück.
Wenn du bei ein oder zwei Punkten zögerst, kannst du entspannt abwarten. Manches Feature klingt auf dem Papier toll, ist im Alltag aber schnell vergessen.
Und was ist mit Family, Duo und Student?
Große Fragezeichen stehen auch hinter den Gruppen-Abos: Gibt es das Upgrade auch für Family? Oder muss jede Person einzeln auf Pro wechseln? Dazu schweigt Spotify noch.
Denkbar sind verschiedene Modelle:
- Pro nur als Einzelabo (einfacher Start, weniger Komplexität).
- Pro als Zusatzoption für Family/Duo (fairer für Haushalte, aber technisch aufwendiger).
- Pro mit Einschränkungen (z. B. HiFi nur auf bestimmten Geräten – was aber schwer zu erklären wäre).
Gerade bei Family-Abos erwarten Nutzer Transparenz, damit sich das Ganze nicht ungerecht anfühlt.
Häufige Missverständnisse: Lossless, Bluetooth und Datenverbrauch
„Wenn ich lossless habe, klingt Bluetooth automatisch besser“
Nicht unbedingt. Bluetooth ist oft der Flaschenhals, der das Signal erneut komprimiert. Selbst wenn die Quelle lossless ist, kommt sie nicht zwingend verlustfrei am Kopfhörer an. Echten Lossless-Genuss gibt es meist nur per Kabel oder mit speziellen High-End-Codecs.
„Lossless frisst immer mein Datenvolumen leer“
Ja, die Dateien sind größer. Aber du kannst das steuern: Unterwegs datensparend streamen, zu Hause im WLAN lossless genießen. Niemand muss sein mobiles Volumen opfern.
„HiFi heißt automatisch lauter“
Nein. Lautstärke ist nicht gleich Qualität. Lossless bewahrt Details, dreht aber nicht den Regler hoch. Wenn ein Song wuchtiger wirkt, liegt das oft am Mastering, nicht am Dateiformat.
Was Musiker:innen und Labels daran interessiert (ohne Mythen)
Viele hoffen, dass ein teureres Premium-Plus automatisch mehr Geld für Künstler:innen bedeutet. Ganz so simpel ist es leider nicht: Wie die Einnahmen verteilt werden, hängt von Lizenzmodellen und Verträgen ab.
Ein höherer Abo-Preis füllt zwar den Topf, aber wie viel davon am Ende beim einzelnen Artist ankommt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen.
Relevant kann ein Pro-Abo trotzdem sein, wenn es Fan-Features stärkt: Ticket-Zugang, Merch-Verkauf oder Tools, die Fans enger binden. Das sind indirekte Effekte, die oft wertvoller sind als ein Bruchteil eines Cents mehr pro Stream.
So bleibst du bei Spotify-Angeboten auf dem Laufenden, ohne dich verrückt zu machen
Du musst nicht jedem Gerücht hinterherjagen. Es reicht, wenn du ab und zu drei Dinge tust:
- Check in der App, ob unter „Premium“ neue Pläne angezeigt werden.
- Wirf einen Blick in den Hilfebereich, ob neue Audio-Optionen erklärt werden.
- Lies bei großen Tech-Portalen quer, wenn es wirklich News gibt.
Gerade bei Themen wie Audio-Qualität sind offizielle Seiten am zuverlässigsten. Wenn Spotify HiFi einführt, wird das typischerweise auch im Spotify Support ausführlich beschrieben – inklusive Tipps für die richtigen Einstellungen.
Eine nüchterne Einschätzung: Für wen wäre „Music Pro/Supremium“ wirklich gemacht?
Machen wir uns nichts vor: Ein Pro-Abo wäre kein „Muss“ für alle. Es richtet sich an Menschen, die Spotify intensiv nutzen und einen klaren Schwerpunkt haben: Klang, Kontrolle oder Fan-Erlebnis.
Sehr passend wäre es für:
- Audio-Fans mit gutem Kopfhörer- oder Anlagen-Setup.
- Leute, die lange am Stück hören und ihre Sessions bewusst gestalten.
- Fans, die häufig auf Konzerte gehen und Ticket-Vorteile wirklich nutzen.
Weniger dringend ist es für:
- Gelegenheits-Hörer:innen, bei denen Playlists nur nebenbei laufen.
- Menschen, die fast nur über kleine Bluetooth-Speaker hören.
- Alle, die mit dem jetzigen Premium wunschlos glücklich sind.
Was du jetzt schon tun kannst, wenn dich HiFi reizt
Du musst nicht warten, um dich vorzubereiten. Wenn dich bessere Qualität interessiert, kannst du schon jetzt aktiv werden:
- Setup prüfen: Ist ein Kabel möglich? Welche Bluetooth-Codecs kann mein Kopfhörer?
- Speicher planen: Räum deine Downloads auf, wenn du später Platz für große Dateien brauchst.
- Bewusst vergleichen: Mach den Test – gleiche Stelle, gleiche Lautstärke, ruhige Umgebung.
So merkst du schnell, ob du wirklich von lossless profitierst – oder ob dir andere Extras eigentlich wichtiger sind.
Warum es am Ende weniger um „Pro“ geht als um dein Hörerlebnis
Ob Spotify das Paket am Ende „Music Pro“, „Supremium“ oder ganz anders nennt, ist zweitrangig. Entscheidend ist nur, ob ein neues Abo dein tägliches Hören spürbar verbessert.
Wenn HiFi kommt und du den Unterschied liebst: wunderbar. Wenn du keinen Unterschied hörst oder die Extras nicht brauchst: Dann spar dir das Geld und bleib bei dem, was für dich passt.
Ein Streaming-Abo ist dann am besten, wenn es sich ruhig in deinen Alltag einfügt – und Musik wieder das wird, worum es eigentlich geht: Stimmung, Fokus, Trost oder Energie, genau dann, wenn du sie brauchst.
Manchmal kann gezielte Promotion den entscheidenden Anstoß geben, wenn ein Release organisch gut anläuft, aber noch Reichweite fehlt. Dabei ist Augenmaß wichtig. Um Spotify-Releases zu unterstützen, nutzen manche Strategen ergänzend Deutsche Spotify Klicks oder Spotify Monatliche Hörer, während bei Video-Content auch YouTube Klicks eine Rolle spielen können.


