Ein Spotify Pre-Save Link funktioniert im Grunde wie eine feste Verabredung mit deinen Fans: Sie sagen heute „Ja“, und am Release-Tag landet deine Musik ganz automatisch in ihrer Bibliothek. Das klingt erst mal unspektakulär, macht in der Praxis aber einen echten Unterschied. Nicht durch Magie, sondern einfach, weil du die Aufmerksamkeit bündelst, Erinnerungslücken schließt und deinen Release deutlich planbarer machst.
Wichtig auf einen Blick: Was ein Pre-Save wirklich leistet
Kurz gesagt: Ein Pre-Save ist ein Link, über den deine Hörer:innen eine kommende Veröffentlichung vorab „reservieren“. Sobald der Release draußen ist, erscheint er automatisch unter „Deine Bibliothek“ (und je nach Einstellung oft auch in einer Playlist) des Users.
- Vorfreude kanalisieren: Du sammelst das Interesse an einem zentralen Ort, statt nur zu hoffen, dass am „Release-Freitag“ alle daran denken.
- Hürden abbauen: Deine Fans müssen später nicht aktiv nach dem Song suchen – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er auch wirklich gehört wird.
- Kampagnen strukturieren: Du hast ein konkretes Ziel vor Augen (Anzahl X an Pre-Saves) und kannst deinen Content gezielt darauf ausrichten.
Wichtig zu wissen: Ein Pre-Save ist keine Abkürzung zu riesiger Reichweite. Er hilft dir vor allem dabei, die Leute, die dich ohnehin schon spannend finden, zuverlässig bis zum Release mitzunehmen.
Was ist ein Spotify Pre-Save Link – und was passiert im Hintergrund?
Ein Pre-Save Link führt technisch gesehen nicht direkt zum Track, da dieser vor dem Release auf Spotify meist noch gar nicht öffentlich sichtbar ist. Stattdessen landen deine Fans auf einer Landingpage (meist bereitgestellt von deinem Distributor oder einem Promotion-Tool).
Dort loggen sie sich kurz ein und geben die Erlaubnis, dass der Song oder das Album am Stichtag zur Bibliothek hinzugefügt werden darf. Genau darin liegt der Wert: Es ist mehr als nur „klicken und warten“ – es ist eine technische Freigabe, die das spätere Speichern automatisch übernimmt.
Je nach Anbieter findest du auf dieser Landingpage oft noch weitere Optionen:
- „Follow“ (automatisch deinem Artist-Profil folgen)
- Ein kurzes Audio-Snippet oder Canvas-Video als Teaser
- Links zu anderen Diensten wie Apple Music oder Deezer (als Multi-Link)
- Optionales E-Mail-Opt-in (wobei das nicht immer sinnvoll oder nötig ist)
Ein häufiges Missverständnis: Pre-Saves sind nicht dasselbe wie „Pre-Add“ oder „Pre-Order“. Spotify ist kein Shop – du verkaufst hier nichts, du machst deinen Fans nur das spätere Hören leichter.
Für wen Pre-Saves besonders sinnvoll sind (und für wen weniger)
Pre-Saves spielen ihre Stärke dann aus, wenn schon eine gewisse Aufmerksamkeit da ist, die du nur noch „einsammeln“ musst: Sei es über Instagram, TikTok, einen Newsletter, Discord, Live-Auftritte oder Features. Wenn du eine kleine Community hast, die regelmäßig reagiert, brauchen diese Leute oft nur noch einen kleinen Schubs.
Besonders lohnend ist ein Pre-Save, wenn:
- du einen klaren Plan hast (z. B. Single → Single → EP/Album)
- du ein Feature veröffentlichst und beide Artists denselben Link teilen
- du Content vorbereitet hast, den du über mehrere Tage streuen kannst
Weniger effektiv ist ein Pre-Save, wenn du noch gar keine Kommunikationskanäle aufgebaut hast und hoffst, dass der Link von alleine „irgendwas bewirkt“. In dem Fall sind ein guter Content-Plan und ein starkes Snippet oft der bessere erste Schritt als eine technische Pre-Save-Kampagne.
Spotify Pre Save Link erstellen: die gängigen Wege ohne Stress
Die gute Nachricht vorweg: Du musst dafür nicht programmieren können. In der Praxis haben sich drei Wege etabliert – welcher für dich passt, hängt meist von deinem Vertriebsweg ab.
1) Über deinen Distributor (der häufigste Weg)
Fast alle Distributoren bieten eigene Pre-Save-Seiten an oder kooperieren mit Partner-Tools. Du lädst deine Musik hoch, legst das Release-Datum fest und bekommst im Anschluss einen Link oder die Option, diesen zu aktivieren. Das ist meist die bequemste Lösung, da alle Daten und IDs schon im System hinterlegt sind.
Darauf solltest du achten:
- Timing: Wann geht der Link live? (Manchmal dauert es etwas, bis Spotify die Daten verarbeitet hat.)
- Optik: Kannst du Cover, Farben oder Begleittexte anpassen?
- Multi-Link: Lässt sich der Link auch für andere Plattformen nutzen?
Falls du unsicher bist, wirf einen Blick in das Release-Dashboard deines Distributors oder die FAQ. Meist ist es nur ein Häkchen in den Einstellungen.
2) Über einen spezialisierten Pre-Save Anbieter
Es gibt Tools, die sich voll auf Pre-Saves und Smart Links spezialisiert haben. Der Vorteil: Du hast oft mehr Design-Freiheiten, detailliertere Statistiken und Features wie Pixel-Integrationen. Der Nachteil: Viele gute Funktionen sind kostenpflichtig oder in der Gratis-Version eingeschränkt.
Kurzer Check vorab: Erklärt das Tool transparent, welche Berechtigungen die Fans geben müssen? Wirkt der Anbieter seriös? Vertrauen ist hier Währung.
3) Über Spotify for Artists: Was möglich ist – und was nicht
Spotify for Artists ist deine Zentrale für Profilpflege und Pitching. Den eigentlichen Pre-Save Link erstellt Spotify selbst jedoch nicht als Standard-Feature wie einen simplen „Teilen-Link“.
Trotzdem ist Spotify for Artists wichtig: Hier siehst du, wann dein Release im System ist, kannst ihn vorbereiten und für Editorial Playlists pitchen. Der Spotify for Artists Help-Bereich erklärt die Abläufe gut. Die Reihenfolge ist entscheidend: Erst Pitching und Profil sauber machen, dann den Pre-Save Link pushen.
Timing: Wann du den Pre-Save Link veröffentlichen solltest
Viele posten den Pre-Save Link zu früh – und dann herrscht wochenlang Funkstille. Oder zu spät, sodass die Community gar keine Zeit hat zu reagieren. Ein bewährter Rahmen sieht so aus:
- 7–14 Tage vor Release: Für die meisten Singles der ideale „Sweet Spot“.
- 2–4 Wochen: Sinnvoll, wenn du viel Content hast, ein größeres Feature ansteht oder Ads/PR laufen.
- 4–8 Wochen: Eher bei EPs oder Alben ratsam – dann brauchst du aber auch genug „Zwischen-Content“, um die Spannung zu halten.
Es geht weniger um eine starre Zahl, sondern um die Dramaturgie: Du solltest den Link mehrmals sinnvoll erwähnen können – mal mit einem Snippet, mal mit einer Story zum Song oder einer kleinen Abstimmung („Welches Cover gefällt euch besser?“).
So nutzt du Pre-Saves clever – ohne deine Community zu nerven
Pre-Save Marketing funktioniert am besten, wenn es sich wie ein gemeinsamer Countdown anfühlt und nicht wie Betteln. Das Ziel: Deine Fans sollen denken „Cool, ich bin dabei“, nicht „Okay, ich klick ja schon“.
Gute Pre-Save Hooks (die nicht nach Werbung klingen)
- Nutzen betonen: „So verpasst du den Release auf keinen Fall.“
- Storytelling: „Der Song entstand in einer Phase, in der…“ (kurz und ehrlich).
- Exklusivität: „Morgen gibt’s hier ein Snippet exklusiv für alle, die schon gespeichert haben.“ (Das aber bitte nur versprechen, wenn du es auch einhältst).
- Support: „Pre-Save ist für mich als Artist gerade die größte Hilfe.“
Du musst nicht ständig „Pre-Save jetzt!“ schreien. Besser ist es, verschiedene Inhalte zu posten, die jeweils einen guten Grund liefern, warum sich der Klick lohnt.
Wo du den Pre-Save Link platzieren solltest
Der Link braucht einen festen Platz, damit man ihn nicht suchen muss. Bewährt haben sich:
- Der Bio-Link auf Instagram oder TikTok.
- Ein angepinnter Kommentar unter deinem Reel oder Video.
- Die Instagram-Story mit gut sichtbarem Link-Sticker.
- Dein Newsletter (falls vorhanden) – hier klicken oft die treuesten Fans.
Wenn du auf vielen Plattformen aktiv bist, lohnt sich eine saubere Landingpage, die mobil schnell lädt und nicht mit zehn verschiedenen Buttons verwirrt.
Pre-Save Kampagne planen: ein einfacher 10-Tage-Fahrplan
Damit du nicht im Chaos versinkst, hilft ein kleiner Plan. Er muss nicht perfekt sein, aber er nimmt dir den Druck und macht die Promo übersichtlich.
Checkliste für die Vorbereitung
- Basics: Cover, Titel und Release-Datum sind final.
- Technik-Check: Funktioniert die Pre-Save Seite auf dem Handy und am Desktop?
- Wording: Hast du einen klaren Satz parat? (z.B. „Landet automatisch in deiner Bibliothek“).
- Material: 2–3 Snippets aus verschiedenen Stellen des Songs.
- Design: Ein einheitlicher Look für deine Posts und Stories.
So könnte ein Fahrplan aussehen:
- Tag -10: Ankündigung + Pre-Save Link in die Bio packen.
- Tag -8: Erstes Snippet + kurzer Hintergrund zum Song.
- Tag -6: Erklären, warum Pre-Saves dir helfen (in einem Satz) + Link.
- Tag -4: Zweites Snippet + Interaktion (z.B. Frage zum Cover).
- Tag -2: Countdown starten + Erinnerung.
- Tag 0: Release-Post! Wichtig: Link austauschen (jetzt direkt zum Song/Smartlink).
Merke für Tag 0: Sobald der Song draußen ist, hat der Pre-Save Link seinen Job erledigt. Tausche ihn sofort gegen den direkten Link aus – ab jetzt willst du echte Streams.
Wie du Pre-Saves misst, ohne dich in Zahlen zu verlieren
Viele Tools zeigen dir an, wie viele Pre-Saves generiert wurden, manchmal auch die Klicks oder die Conversion-Rate. Das ist nützlich, aber verlier dich nicht in der Statistik.
Fragen, die dich wirklich weiterbringen:
- Welches Format hat am besten funktioniert: Story, Reel oder Newsletter?
- Welcher Aufhänger kam gut an: Das Snippet, die persönliche Story oder der Feature-Partner?
- Klicken viele, aber speichern nicht?
Wenn du viele Klicks hast, aber kaum Pre-Saves, liegt es oft an der Landingpage (zu kompliziert, unklarer Text) oder an einer gewissen Skepsis („Was passiert eigentlich nach dem Login?“). Hier hilft oft schon eine kurze, beruhigende Erklärung im Post.
Häufige Stolperfallen – und wie du sie vermeidest
„Der Link funktioniert bei mir, aber nicht bei anderen“
Testen ist Pflicht. Und zwar nicht nur auf deinem Handy, sondern auch in anderen Browsern oder am besten Inkognito. Manche Tools zicken im In-App-Browser von Instagram herum. Ein Hinweis wie „Falls es hängt, öffne den Link im Browser“ kann die Conversion retten.
„Fans haben Angst vor dem Login“
Das ist verständlich. Nicht jeder gibt einer fremden Seite gerne Zugriff. Entschärfe das, indem du transparent bist: „Du speicherst damit nur den Song vorab, am Release-Tag ist er in deiner Bibliothek.“ Keine leeren Versprechen, keine langen Texte über Daten.
„Ich poste den Pre-Save zu oft“
Wenn es sich für dich nach Spam anfühlt, ist es das meistens auch. Die Lösung heißt nicht „weniger posten“, sondern „besser variieren“. Mal ein anderes Snippet, mal ein anderer Blickwinkel. Deine Fans folgen dir wegen der Musik und deiner Art, nicht wegen der Links.
„Nach dem Release vergesse ich, den Link zu wechseln“
Das passiert den Besten. Mach es dir einfach: Stell dir einen Wecker oder Termin für den Release-Morgen und bereite den Post mit dem neuen Spotify-Link schon vor. Der Moment, in dem der Song live geht, ist kurz und kostbar.
Pre-Save und Spotify-Algorithmus: was man realistisch erwarten darf
Es kursieren viele Mythen rund um den Einfluss von Pre-Saves. Realistisch betrachtet: Pre-Saves helfen dir, am Release-Tag sofort bei den Leuten zu landen, die wirklich interessiert sind. Das sorgt für frühe Saves und erste Streams.
Ob das den Algorithmus massiv triggert, hängt von vielen weiteren Faktoren ab, die Spotify geheim hält (Hörverhalten, Skip-Rate, Wiederholungen, Herkunft der Hörer etc.).
Das Beste, was du tun kannst: Sorge dafür, dass der Song am Release-Tag nicht nur kurz angeklickt, sondern wirklich gehört wird. Der Pre-Save ist dafür der Startschuss, nicht das Ziel.
So kombinierst du Pre-Saves mit Content, ohne dich zu verbiegen
Wenn du dich beim Marketing unwohl fühlst, bau den Pre-Save einfach in Inhalte ein, die du ohnehin gerne erstellst. Das wirkt fast immer natürlicher als ein gezwungener Promo-Post.
Ideen, die fast immer funktionieren
- Behind the Scenes: Ein kurzer Clip aus dem Studio, ein Satz Kontext, Pre-Save als Fußnote.
- Lyrics-Snippet: Eine Zeile Text groß im Bild, Audio drunter, Link dazu.
- Making-of: „Warum dieser Sound?“ – kurz und ehrlich, ohne zu viel Erklärung.
- Duett/Remix/Feature: Beide Artists posten und nutzen dieselbe Landingpage.
Falls du einen Newsletter hast: Nutze ihn. Er ist oft weniger laut als Social Media, aber viel persönlicher – und Persönlichkeit gewinnt beim Pre-Save fast immer.
Rechtliches & Vertrauen: Was du transparent kommunizieren solltest
Du musst kein Jura-Studium haben, aber Fairness ist wichtig. Wenn du eine externe Landingpage nutzt, sollte für Fans erkennbar sein, wer dahintersteckt. Menschen merken schnell, wenn etwas dubios wirkt.
Sammelst du E-Mail-Adressen (nur falls dein Tool das kann und du es willst)? Dann sag klar, wofür: Bekommen sie Post von dir? Wie oft? Und wie melden sie sich ab? Weniger ist hier oft mehr.
Eine gute Einordnung, wie Pre-Saves technisch und strategisch funktionieren, findest du zum Beispiel bei Ditto Music. Das hilft, die Erwartungen richtig zu setzen.
Nach dem Release: Was du mit den Pre-Save Leuten machst
Ein großer Fehler ist es, nach dem Release einfach zum nächsten Thema überzugehen. Gerade die Leute, die vorab gespeichert haben, sind deine treuesten Hörer. Behandle sie auch so.
- Danke sagen: Am Release-Tag, ehrlich und sichtbar.
- Dranbleiben: Gib ihnen einen Grund, nochmal reinzuhören (Lyrics-Video, Akustik-Version, Hintergrundinfos).
- Ausblick: Wenn ein Video ansteht, kündige es als nächsten Schritt an.
So wird aus einem einmaligen Klick eine echte Verbindung. Und genau das trägt dich langfristig: wiederkehrende Aufmerksamkeit statt eines kurzen Hypes.
Solltest du neben dem organischen Aufbau auch über bezahlte Unterstützung nachdenken, kann das in bestimmten Phasen sinnvoll sein – etwa um den Release-Tag herum oder um guten Content breiter zu streuen. Die Basis muss aber stimmen: Song, Profil und Visuals müssen stehen. Je nach Strategie können dabei Deutsche Spotify Klicks oder Spotify Monatliche Hörer unterstützend wirken, während Instagram Views helfen können, deinen Content sichtbarer zu machen.


