Der Moment, in dem du deinen Song endlich auf die großen Plattformen bringst, fühlt sich oft an wie ein Zielinlauf – dabei geht es jetzt erst richtig los. Spotify, Deezer, Triller und Boomplay funktionieren im Kern ähnlich, haben aber ihre Eigenheiten.
Wer den Ablauf einmal verstanden hat, spart sich nicht nur Zeit und Nerven bei möglichen Ablehnungen, sondern sorgt vor allem dafür, dass der Release-Day kein Chaos wird.
Kurz erklärt: So kommt deine Musik auf die Plattformen
Das Wichtigste vorab: Du lädst deine Musik fast nie direkt bei Spotify, Deezer oder Boomplay hoch. Das läuft über einen Musikvertrieb, auch Distributor oder Aggregator genannt. Er übernimmt die technische Auslieferung, kümmert sich um die Metadaten und sammelt meist auch deine Einnahmen ein. Auch bei Triller führt der Weg – je nach Region und Setup – oft über den Distributor oder spezielle Partnerprogramme.
- Du lieferst: fertige Audiodateien, das Cover, korrekte Credits/Metadaten und den Termin für die Veröffentlichung.
- Du entscheidest: welcher Distributor, welche Stores (Spotify, Deezer, Boomplay, Triller etc.), wann es rauskommt und in welchen Ländern.
- Du steuerst: deine Artist-Profile (z. B. Spotify for Artists), das Pitching für Playlists und die Promo-Links.
Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht nach viel Arbeit. Mit einer soliden Checkliste wird der Prozess aber sehr schnell zur Routine.
Welche Wege gibt es überhaupt? Direkt-Upload vs. Distribution
Viele Newcomer suchen intuitiv nach einem „Upload“-Button direkt bei Spotify. Den gibt es für normale Musikveröffentlichungen nicht. Spotify und die meisten Streamingdienste setzen auf die Zusammenarbeit mit Vertrieben, um technische und rechtliche Standards zu wahren.
In der Praxis heißt das: Du suchst dir einen Distributor aus – und er ist dein Tor zu den Plattformen.
Bei Triller sieht das etwas anders aus. Triller ist primär eine Video- und Social-Plattform. Damit deine Musik dort genutzt werden kann, muss sie in den entsprechenden Audio-Katalogen gelistet sein. Meistens erreichst du Triller also ebenfalls über deinen Distributor, sofern dieser eine Anbindung an die Rechteverwaltungspartner der App hat.
Boomplay wiederum ist eine Macht in Afrika und erreicht dort ein riesiges Publikum. Auch hier läuft der Zugang typischerweise über Distribution – es ist kein „einfacher Direkt-Upload“ wie bei reinen User-Generated-Content-Plattformen.
Vorbereitung: Was du vor dem Upload fertig haben solltest
Verzögerungen liegen selten an den Plattformen selbst, sondern fast immer an unklaren oder widersprüchlichen Angaben beim Upload. Je sauberer du hier arbeitest, desto entspannter läuft der Rest.
Audio-Dateien: Qualität und Formate
Dein Distributor gibt dir das genaue Format vor. Standard sind WAV-Dateien in hoher Qualität (meist 16-bit/44,1 kHz oder höher).
Viel wichtiger als theoretische „High-End-Werte“ ist die Fehlerfreiheit: Achte darauf, dass kein Clipping (Übersteuern) passiert, keine Knackser drin sind und die Export-Einstellungen stimmen.
Falls du mehrere Versionen hast (Radio Edit, Explicit, Instrumental): Benenne sie eindeutig und entscheide dich früh, was genau veröffentlicht wird. Änderungen im Nachhinein sind möglich, lösen aber oft neue Prüfprozesse aus und kosten Zeit.
Cover-Artwork: Regeln, die wirklich zählen
Dein Cover muss nicht nur gut aussehen, es muss die technischen Vorgaben erfüllen. Fast alle Distributoren verlangen quadratische Bilder in hoher Auflösung (oft 3000 x 3000 Pixel).
Häufige Ablehnungsgründe sind fremde Logos, Social-Media-Adressen, Sticker wie „For Promotional Use“ oder alles, was zu sehr nach Werbung aussieht. Auch unscharfe Bilder oder zu geringe Auflösungen werden oft abgelehnt.
Im Zweifel gilt: Lieber minimalistisch und klar als überladen. Ein starkes Cover wirkt auch ohne zehn verschiedene Schriftarten.
Credits und Metadaten: Hier passieren die teuren Fehler
Metadaten beschreiben deinen Release: Künstlername, Titel, Featuring, Songwriter, Produzenten, Genre, Sprache, explizite Inhalte und Codes wie ISRC/UPC (die vergibt meist der Distributor). Das klingt trocken, entscheidet aber darüber, ob dein Song gefunden wird und ob Tantiemen korrekt fließen.
- Künstlername: Achte penibel auf eine einheitliche Schreibweise (auch bei Sonderzeichen).
- Featuring/Remix: Trag diese Infos in die dafür vorgesehenen Felder ein, nicht kreativ in den Songtitel.
- Songwriter/Composer: In vielen Genres wichtig, auch wenn du alles selbst machst.
- Explicit-Flag: Markiere explizite Texte lieber korrekt, statt zu riskieren, dass Plattformen den Song später sperren oder umlabeln.
Faustregel: Spätestens wenn Labels, Sync-Deals oder Playlists ins Spiel kommen, wirst du dankbar sein, wenn die Credits von Tag eins an sauber waren.
Den richtigen Distributor wählen: Worauf es wirklich ankommt
Es gibt unzählige Distributoren. Die zentrale Frage bei der Auswahl ist nicht „Wer ist am billigsten?“, sondern: Welcher Anbieter passt zu deinem Workflow und deinen Zielen?
Typische Preis- und Vertragsmodelle
Die meisten Anbieter nutzen entweder eine jährliche Gebühr (Flatrate pro Release oder Artist) oder eine Umsatzbeteiligung (sie behalten einen Prozentsatz). Beides hat seine Berechtigung.
Wer viel veröffentlicht, fährt oft mit einem Abo-Modell gut. Wer nur selten etwas rausbringt, findet vielleicht einen Revenue-Split bequemer, da keine Fixkosten anfallen. Wichtig: Prüfe, was bei einer Kündigung passiert. Bleibt deine Musik online oder wird sie entfernt (Takedown)? Das ist oft der Knackpunkt.
Wichtige Kriterien, die oft übersehen werden
- Store-Abdeckung: Sind Boomplay und Triller wirklich dabei – und für welche Regionen?
- Release-Planung: Kannst du das Datum frei wählen und nachträglich anpassen?
- Support: Bekommst du Hilfe, wenn der Upload hängt?
- Splits: Kannst du Einnahmen direkt mit Features oder Produzenten teilen, ohne das selbst abrechnen zu müssen?
- Content-ID/UGC: Wie werden YouTube und Short-Form-Plattformen abgedeckt, ohne dass dein eigener Kanal gesperrt wird?
Gerade wenn du mit einem kleinen Team arbeitest (Producer, Feature-Gäste, Management), sind automatische Split-Funktionen extrem wertvoll.
Schritt für Schritt: Upload und Release richtig anlegen
Der Ablauf ähnelt sich bei den meisten Anbietern. Die Details variieren, aber die Logik bleibt gleich: Dateien hochladen, Daten ausfüllen, Stores wählen, Termin setzen, prüfen, abschicken.
1) Release-Typ wählen und sauber benennen
Ob Single, EP oder Album ist mehr als nur Marketing. Plattformen sortieren diese Formate unterschiedlich, und auch deine Pre-Save-Links oder Pressemeldungen hängen daran.
Benenne den Release exakt so, wie er erscheinen soll. Nachträgliche Titeländerungen führen oft zu doppelten Einträgen oder toten Links.
2) Territorien und Plattformen auswählen
Meist kannst du wählen, ob die Musik weltweit oder nur in bestimmten Ländern erscheint. Worldwide ist Standard – es sei denn, du hast rechtliche Einschränkungen (z. B. Samples, die nur für bestimmte Regionen geklärt sind, oder Exklusivdeals).
Falls Boomplay für dich interessant ist, wähle es bewusst aus. Für Genres mit internationaler Community ist das ein Hebel – vorausgesetzt, du denkst die Zielregionen auch in deiner Kommunikation mit.
3) Metadaten eingeben und doppelt prüfen
Nimm dir hierfür Zeit. Tippfehler im Künstlernamen sind der Hauptgrund für falsche Artist-Profile. Auch bei Features gilt: Ein Gast gehört ins Feature-Feld, nicht einfach in den Titeltext, sofern die Plattform das nicht ausdrücklich anders will.
Falls du schon ein Artist-Profil hast, nutze die Artist-ID oder URL zur Zuordnung. Das verhindert, dass versehentlich ein zweites, leeres Profil erstellt wird.
4) Prüfen, abgeben, Puffer einplanen
Rechne realistisch. Auch wenn Distributoren mit „schnellen Uploads“ werben: Prüfungen, manuelle Stichproben oder Rückfragen kosten Zeit.
Für einen entspannten Release inkl. Pitching und sauberem Profil-Setup sind 2 bis 4 Wochen Vorlauf ein guter Richtwert. Vor Feiertagen lieber noch etwas mehr einplanen.
Spotify: Profil, Pitching und typische Stolperfallen
Spotify ist oft der wichtigste Startpunkt, weil Playlists, Algorithmen und Social Proof hier eng verzahnt sind. Sobald dein Release im System ist und von Spotify erkannt wird, kannst du über „Spotify for Artists“ loslegen: Profilbild, Bio, Canvas und Artist Pick aktualisieren.
Alle Details und aktuellen Anforderungen findest du auch im Hilfebereich von Spotify for Artists.
Playlist-Pitching: Was du beeinflussen kannst – und was nicht
Du kannst deinen Song über Spotify editorial pitchen, sofern du rechtzeitig einreichst und der Track noch nicht veröffentlicht ist. Ob er in einer redaktionellen Playlist landet, entscheidet allein Spotify.
Was du steuern kannst, ist die Qualität deines Pitches: Wähle das Genre passend, beschreibe die Stimmung korrekt und nutze das Textfeld für echte Infos (Instrumentierung, Thema, Kontext) statt für Bettelbriefe.
Unterschätze deine eigenen Hausaufgaben nicht: Ein gepflegtes Profil, regelmäßige Musik und eine klare visuelle Linie bringen langfristig oft mehr als jeder kurzfristige „Trick“.
Häufige Probleme bei Spotify
- Doppelte Artist-Profile: Passiert oft bei Namensgleichheiten oder abweichender Schreibweise.
- Falscher Release-Tag: Zeitzonenfehler oder kurzfristige Änderungen sorgen für Verwirrung.
- Explicit-Status falsch: Wird das nachträglich geändert, kann es Reichweite oder Platzierungen kosten.
Wenn etwas schiefgeht: Prüfe erst beim Distributor (dort liegen die Quelldaten), und kontaktiere dann ggf. den Spotify for Artists Support.
Deezer: Stärken nutzen und Basics sauber setzen
Deezer ist in vielen Märkten sehr stark, hat ein treues Publikum und ist für Artists oft übersichtlich gestaltet. Auch hier veröffentlichst du über deinen Distributor und solltest dein Artist-Profil (Deezer for Creators) im Blick behalten, damit Bio und Bild stimmen.
Konsistenz ist der Schlüssel: Wenn dein Name und die Releases sauber angelegt sind, ordnet Deezer alles korrekt zu. Bei häufigen Namen hilft es enorm, keine kreativen Schreibvarianten zu nutzen.
Wenn du Fans auf Deezer hast, respektiere das: Biete Deezer-Links in deiner Bio an, statt alles nur auf Spotify zu lenken. Hörer bleiben meist dort, wo sie ihre Bibliothek haben.
Boomplay: Was anders ist und wie du es sinnvoll angehst
Boomplay ist spannend für alle, die international denken oder Hörer:innen in Afrika erreichen wollen. Die Plattform ist stark mobil geprägt, das Nutzerverhalten unterscheidet sich teils deutlich von Europa. Es ist keine einfache „Spotify-Kopie“, sondern ein eigener Kosmos.
So erhöhst du die Chance, dort wirklich stattzufinden
- Kommunikation anpassen: Uhrzeiten und Wochenenden können in den Zielregionen anders funktionieren.
- Saubere Metadaten: Damit du nicht in falschen Genre-Katalogen landest.
- Visuals & kurze Videos: Helfen enorm, wenn du parallel Social Media bespielst.
Du musst nicht deine ganze Strategie umwerfen. Aber wenn du Boomplay belieferst, lohnt es sich, die Basics für dieses Publikum mitzudenken.
Triller: Wie deine Musik dort auftaucht – und was du dafür brauchst
Triller definiert sich über kurze Videos und Musiknutzung. Dein Ziel sind hier weniger „Streaming-Minuten“, sondern dass Creator deinen Sound für ihre Clips verwenden.
Damit dein Track verfügbar ist, muss er in den relevanten Musik-Katalogen liegen. Viele Distributoren liefern dorthin automatisch aus oder haben Partnerverträge.
Wie du Triller sinnvoll in deinen Release einbaust
Prüfe zuerst: Führt dein Distributor Triller als Store oder Partner auf? Falls nicht, ist der Weg zwar nicht versperrt, aber du hast weniger direkte Kontrolle.
Plane einen „Hook-Teil“ ein, der in 10 bis 20 Sekunden funktioniert. Das ist keine eiserne Regel, aber Realität auf Kurzvideo-Plattformen: Ein prägnanter Moment (Drop, Line, Groove) macht es Creatorn leichter, deinen Song zu nutzen.
Und: Stell zum Release direkt eigene Clips online, die den Sound in Aktion zeigen – am besten kreativ und nicht einfach nur stumm in die Kamera blickend.
Rechte, Samples, Cover-Songs: Was du klären musst, bevor du live gehst
Hier lohnt sich Genauigkeit, denn Fehler werden später teuer und nervig. Kläre die rechtlichen Basics lieber vorher als „irgendwann mal“.
Wer besitzt was?
Grob gesagt gibt es zwei Ebenen: die Aufnahme (Master) und die Komposition (Publishing). Wenn du alles allein gemacht hast, gehört beides meist dir.
Sobald Produzenten, Co-Writer oder Bandmitglieder dabei sind, haltet schriftlich fest, wer welche Anteile hält. Das muss kein Roman sein, aber eindeutig formuliert.
Samples: „Nur kurz“ kann reichen, um Probleme zu bekommen
Ein Sample kann auch dann problematisch sein, wenn es kurz ist oder stark bearbeitet wurde. Ohne Clearance (Klärung der Rechte) riskierst du Takedowns oder Sperren.
Manche Distributoren fragen explizit nach Samples oder lehnen den Upload ab, wenn Algorithmen etwas Verdächtiges finden. Kläre das unbedingt vor dem Upload.
Cover-Songs
Ein Cover ist nicht automatisch frei verfügbar. Je nach Land und Distributor brauchst du Lizenzen oder musst spezielle Angaben machen. Viele Distributoren bieten dafür Services an – die Prozesse sind aber nicht überall gleich.
Nimm dir die Zeit, das im Backend des Distributors sauber anzulegen, statt auf „Gut Glück“ zu hoffen.
Release-Planung: Timing, Pre-Save, Links und Kommunikation
Ein guter Release ist mehr als „hochladen und fertig“. Damit dein Song gefunden wird, hilft etwas Struktur – ohne dass du dich dabei übernimmst.
Ein realistischer Zeitplan (ohne Stress)
- 3–4 Wochen vorher: Upload abschließen, Profilbilder/Assets aktualisieren, Pitching vorbereiten.
- 1–2 Wochen vorher: Teaser, Snippets, Pre-Save-Links verteilen, Presse/Blogs oder Playlist-Kuratoren anschreiben.
- Release-Woche: Mehrere Posts statt nur einem, Hintergrundinfos teilen, Lyrics-Video oder Live-Session posten.
- 2–4 Wochen nach Release: Dranbleiben (Akustik-Version, Remix, Behind the Scenes), nicht sofort zum nächsten Thema hetzen.
Wichtig: Songs wachsen oft über Wochen, nicht an einem Tag. Wenn du nach 24 Stunden enttäuscht bist, nimmst du dem Track die Chance, sich zu entwickeln.
Smart Links statt Plattform-Streit
Mach es deinen Hörer:innen leicht. Manche nutzen Spotify, andere Deezer oder Apple Music. Eine Link-Seite, die alle Dienste bündelt, ist die eleganteste Lösung.
Tipp: Teste die Links am Release-Tag wirklich selbst auf dem Smartphone. Klingt banal, rettet aber oft den Launch.
Nach dem Release: Kontrolle, Korrekturen und langfristiges Wachstum
Ist der Song draußen, beginnt Teil zwei: Prüfen, ob alles sitzt, und dann Schritt für Schritt Reichweite aufbauen.
Erste Checks am Release-Tag
- Ist der Track überall online?
- Stimmen Titel, Cover, Credits und Explicit-Markierung?
- Landete der Song auf dem richtigen Artist-Profil?
- Funktionieren alle Links?
Falls etwas nicht stimmt: Keine Panik. Vieles lässt sich über den Distributor korrigieren. Beachte aber, dass Änderungen oft verzögert angezeigt werden, weil die Plattformen cachen.
Wenn der Song auf dem falschen Profil gelandet ist
Das passiert häufiger als gedacht, besonders bei ähnlichen Namen. Der schnellste Weg: Ticket beim Distributor öffnen und parallel über die Artist-Plattform (z. B. Spotify for Artists) eine Korrektur beantragen.
Halte die Links bereit (falsches Profil, richtiges Profil, Song-URL), damit der Support nicht erst nachfragen muss.
Analytics nutzen, ohne dich verrückt zu machen
Zahlen helfen, können aber auch stressen. Konzentriere dich auf Werte, die du beeinflussen kannst: Welche Posts bringen Saves? Welche Länder springen an? Welche Songs werden seltener geskippt?
Zieh daraus Schlüsse für den nächsten Schritt – statt stündlich den Zähler zu aktualisieren.
Häufige Fragen, die beim ersten Release immer auftauchen
Wie lange dauert es, bis mein Song überall online ist?
Das variiert stark. Manche Plattformen sind schnell, andere brauchen Tage. Prüfungen oder Metadaten-Fehler können das verzögern. Mit mehreren Wochen Vorlauf bist du auf der sicheren Seite.
Kann ich ein Release nachträglich ändern?
Oft ja: Cover, Credits, manchmal sogar das Audio (je nach Distributor). Aber Vorsicht: Änderungen können neue Prüfungen auslösen. Gründlichkeit vor dem ersten Klick spart dir diesen Ärger.
Bekomme ich für alle Plattformen Geld – und wann?
Meist sammelt dein Distributor die Einnahmen ein und schüttet sie zeitversetzt aus. Streaming-Abrechnungen hinken oft Monate hinterher, weil die Plattformen erst sammeln, prüfen und dann reporten.
Was ist, wenn ich später den Distributor wechseln will?
Das geht, erfordert aber eine saubere Migration, damit Plays und Playlist-Platzierungen erhalten bleiben. Entscheidend sind die Codes (ISRC/UPC) und dass der neue Distributor den Release als „bereits veröffentlicht“ importiert. Lies dir die Wechsel-Anleitung genau durch.
Eine praktische Release-Checkliste, die du jedes Mal nutzen kannst
- Audio: finaler Mix/Master, Exportfehler geprüft, Dateien sauber benannt
- Artwork: Größe/Qualität passt, keine verbotenen Logos/Texte
- Metadaten: Titel, Artist, Features, Credits, Sprache, Genre, Explicit-Status
- Rechte: Samples geklärt, Cover-Lizenzen (falls nötig), Splits schriftlich fixiert
- Distributor: Stores gewählt (Spotify, Deezer, Boomplay, ggf. Triller), Datum mit Puffer gesetzt
- Profile: Spotify/Deezer Artist-Profile gecheckt, Bilder/Bio aktuell
- Promo: Smart Link erstellt, Teaser fertig, Content-Plan für 2–4 Wochen steht
Wer diese Punkte abhaken kann, ist professioneller unterwegs als ein Großteil der Erstveröffentlichungen.
Manchmal profitiert ein gesundes organisches Wachstum von gezielter Starthilfe – besonders wenn ein Song schon positive Signale wie Saves oder wiederkehrende Hörer zeigt. Wichtig bleibt, dass Promo immer nur echte Aufmerksamkeit unterstützen und niemals die Grundlagen ersetzen sollte: gute Musik, korrekte Daten und authentische Kommunikation. In bestimmten Phasen können Angebote wie Spotify Monatliche Hörer, Deutsche Spotify Klicks oder Instagram Views hier eine bewusste, maßvolle Ergänzung sein.


